Engelbert Kreml

Engelbert Kreml wurde am 26. März 1910 in Luzern geboren. Seine Vorfahren stammten aus einem alten russischen Adelsgeschlecht.

Bereits als Fünfjähriger spielte er öffentlich auf, und mit 14 Jahren wurde er bereits als grosses musikalisches Genie gefeiert.
Nach dem Besuch des Konservatoriums in Neuchâtel machte er mit 18 Jahren innerhalb drei Wochen drei Staatsdiplome in den Hauptfächern Geige, Klavier und Orgel, als Nebenfach verschiedene Blasinstrumente.

Als hervorragender Pianist gewann Kreml nationale und internationale Musikpreise. Als Musiklehrer und Dirigent wirkte er in Genf, St. Gallen und Burgdorf. In St. Gallen leitete er das Stadtorchester sowie nach dem Tod von Hans Heusser kurze Zeit auch die Stadtmusik St. Gallen.
Als Blasmusikdirigent bleibt der elegant und souverän wirkende Meister des Taktstocks in unserer Region unvergessen. Mit den Höchstklass-Blasorchestern Feldmusik Jona, ''Helvetia'' Rüti-Tann und Stadtmusik Zürich erreichte er an grossen Musikfesten Spitzenränge.

An Kreismusiktagen auch im Linthgebiet trat Professor Engelbert Kreml in Festhütten immer im Frack und Schwalbenschwanz auf. die klassischen Kremlkonzerte, vor allem in slawischen Werken der russischen und tschechischen Meister, wurden immer zu Konzerthöhepunkten. Er war ein Pyramidenbauer in seinen Konzerten und war von unerhörter Gestaltungskraft. Aber auch die alten deutschen Märsche, wie ''Deuschlands Waffenehre'', von Hermann Ludwig Blankenburg, oder ''Jubelklänge'' von Ernst Übel, wusste er - wie kein anderer - mit seinen Blasorchestern hinzuzaubern. Seine Konzerte trugen den unverkennbaren Kreml-Stempel.
Auch der Harmonie Wetzikon und zum Abschluss seiner Dirigententätigkeit der Musikgesellschaft Schwerzenbach diente er als musikalischer Leiter.

Mit den grossen Komponisten Franz Lehar und Richard Strauss war Engelbert Kreml befreundet, mit dem damaligen Spitzendirigenten Wilhelm Furtwängler stand er in brieflichem Kontakt. Professor Engelbert Kreml war ein Musiker, Dirigent und Künstler von Format, der vielen Musikfreunden und vor allem auch den älteren Musikanten im Linthgebiet als musikalisches Genie noch lang in Erinnerung bleiben wird.



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